09.08.2018

Buchsteinmauergrat

4, ca. 350 hm

eindrucksvolle Abenteuerroute in einsamer Gegend

Linker Gipfel - Buchsteinmauer, rechts - St. Gallener Spitze, rot - gekletterte Route, gelb - ungefährer Originalweg Pfannl/Maischberger
Linker Gipfel - Buchsteinmauer, rechts - St. Gallener Spitze, rot - gekletterte Route, gelb - ungefährer Originalweg Pfannl/Maischberger

Die Nordseite des Großen Buchsteins ist den Liebhabern alter vergessener Anstiege vorbehalten und nur allzu selten wird man hier auf Gleichgesinnte treffen. Der Zustieg vom ehem. Ghf. Eisenzieher entpuppt sich als weniger mühsam als man denken möge und ist landschaftlich überaus reizvoll. Allerdings gilt es die nicht unerhebliche Steinschlaggefahr im unteren Teil der Route nicht außer Acht zu lassen, besonders gleich zu Beginn in der Rinne sollte flott und sicher geklettert werden. Der Beginn der Querung (2+) von der Rinne hinüber zur Buchsteinscharte möge gut und nicht zu spät gewählt werden, die geeignetste Stelle ist leider wenig ausgeprägt. und mit Kletterschuhen "genussvoller" zu klettern. Bis zu der Schuttrinne ist das Gelände nicht besonders schwierig, hier kommt man schnell voran. Danach folgt eine brüchige Kaminrinne, die mit Seilsicherung angenehmer zu klettern ist. Die nachfolgenden zwei Seillängen sind durchaus ernst und heben sich in der Schwierigkeit und Steilheit vom Rest der Route deutlich ab. Man klettert dabei in eine zunehmend steiler werdende Verschneidung hinein, aus der letztlich ein schönes Plattenband nach links Richtung Grat hinaus führt. (Den Originalquergang haben wir nicht gefunden, dieser muss etwas unterhalb sein). Hier hat man die gröbsten Schwierigkeiten bereits hinter sich und auch die Steinschlaggefahr ist deutlich geringer. Der Grat lädt zum Jausnen und zum Betrachten des Verbindungsgrats zum Kleinen Buchstein ein. Nach der leichten, aber schönen Kletterei am Grat wartet noch eine erdige Ausstiegsrinne mit größeren Blöcken, bei einem kurzen Aufschwung (2+) kann evtl. eine Seilsicherung noch einmal sinnvoll sein. 

 

Zustieg (2,5 h): vom ehemaligen Ghf. Eisenzieher gelangt man am Wanderweg zum Kleinen Buchstein entlang des Grießbachs zu einer Linkskehre auf etwa 1000m (unterhalb der Mieselbodenhütte), von der ein schwach ausgeprägter Pfad in das Kar unterhalb der Buchsteinmauer führt. Man benutzt am besten den schönen bewaldeten Hang am linken Rand, der im oberen Teil in Latschengelände (nur kurzer Kampf) übergeht. Über Schotter und Gras erreicht man den Beginn der Kletterei in der Rinne. 

 

Abstieg (3,5 h): vom Ausstiegssattel quert man auf markiertem Weg unterhalb der Admonter Frauenmauer zur Scharte zwischen dieser und dem Großen Buchstein, wo der lange Abstieg beginnt. Der 1. Abschnitt in der Westschlucht ist teilweise mit Drahtseilen gesichert, danach geht es in unzähligen Kehren dem Billbach entgegen, den man zweimal kreuzt. Auf einer nach NO führenden Forststraße gelangt man in weiterer Folge zum Ausgangspunkt zurück. 

 

Absicherung / Ausrüstung: 2-3 Messerhaken und Hammer sowie ein kleines Friend- und Klemmkeilsortiment. Nach eigenem Ermessen zwei Halbseile oder ein EInfachseil (50m). Die Schlüsselseillängen lassen sich mit Klemmgeräten mittelmäßig gut (1-2 Friends/Seillänge) absichern, nach der Ersten stecken zwei alte Normalhaken zur Standplatzscherung im Fels. 

 

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